Hippocrates Garden

Wer kuriose Sehenswürdigkeiten abseits der Touristenströme liebt und es mit der Wissenschaftlichkeit nicht allzu ernst nimmt, kann im »Garten des Hippokrates« ein angenehmes Stündchen verbringen. In der völlig abgeschiedenen Walachei zwischen dem Elektrizitätswerk der Insel westlich von Mastichári und dem Dorf Antimáchia im Inselzentrum hat eine gebildete einheimische Familie ihre Lebensaufgabe gefunden: Vor allem einheimischen Schülern, aber auch Urlaubern zu zeigen, wie eine gut situierte Familie zur Zeit des Hippokrates - also vor etwa 2350 Jahren - lebte. Zugleich will man Wissen über die vielen auf der Insel wachsenden Heilkräuter und -pflanzen vermitteln, die ja in der Therapie des Hippokrates eine wichtige Rolle spielten. Die EU hat die Verwirklichung ihres Traums mitbezahlt.

Der Hippocrates Garden auf Kos
Hippocrates Garden

An der Kasse sitzt meist Frau Julie Zafeirátou, die ihren Job als Lehrerin zu Gunsten des Familienprojekts aufgegeben hat. Sie unterhält sich sehr gern mit Besuchern auf Englisch und bereitet ihnen nach einem Rundgang auch einen Kräutertee zu, der im Eintrittspreis (5 Euro) inbegriffen ist. Der interessanteste Teil des weitläufigen Gartens ist der phantasievolle Nachbau eines antiken Wohnhauses samt Toilette mit Wasserspülung und Badewanne, Küche und Herd. Zum Mobiliar gehören auch ein Webstuhl im Obergeschoss und Betten. Wandmalereien zeigen u.a. einen antiken Baby-Hochstuhl, wie man ihn tatsächlich in Athen gefunden hat. Weitere »Neubauten« sind ein kleines Amphitheater und eine antike Weinpresse.

Von Mastichári aus der ufernahen Asphaltstraße in Richtung Hotel Eurovillage folgen, am Kraftwerk vorbeifahren, dann dem Wegweiser zum Hippocrates Garden auf einer guten Erdstraße folgen. Öffnungszeiten: tgl. 9-21 Uhr.

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Hippocrates Garden
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